Liebe Teilnehmerin, lieber Teilnehmer,
Aktuell ist der Begriff „Epilepsie“ ein übergeordneter Sammelbegriff für unterschiedliche Formen von Anfällen sowie verschiedene Ursachen und Mechanismen.
Manche Betroffene haben den Eindruck, dass der Begriff „Epilepsie“ im Alltag teilweise negativ wahrgenommen wird und sie als „anders“ oder „andersartig“ eingeordnet werden (= Stigmatisierung).
Die Medizin entwickelt sich ständig weiter. Durch verbesserte Untersuchungsmethoden (z. B. MRT oder genetische Analysen) können wir heute bei vielen Menschen mit Anfällen die genaue Ursache der Erkrankung feststellen (z. B. eine gutartige Fehlbildung, eine frühere Verletzung oder eine Entzündung).
In der Fachwelt wird daher diskutiert, ob in der Kommunikation neben oder anstelle des Begriffs „Epilepsie“ auch die konkrete Bezeichnung der zugrunde liegenden Erkrankung berücksichtigt werden sollte, wobei Anfälle als eines von mehreren möglichen Symptomen dieser Erkrankung verstanden werden können.
So könnte man beispielsweise statt „Ich habe Epilepsie“ auch sagen:
„Ich habe eine zerebrale Fehlbildung mit Anfällen“ oder
„Ich habe eine Hirnverletzung, die zu Anfällen führt“.
Vielleicht würde auch eine solche Beschreibung von Betroffenen als weniger stigmatisierend erlebt werden.
Mit diesem Fragebogen möchten wir Ihre persönlichen Erfahrungen und Ihre Meinung zu diesem Thema besser verstehen.
Ihre Teilnahme ist selbstverständlich anonym und freiwillig.